Bouwfonds Investment Management (Bouwfonds IM) hat einen neuen Infrastrukturfonds für institutionelle Investoren aufgelegt. „Wir bieten mit dem ‚Bouwfonds Communication Infrastructure Fund II‘ institutionellen Investoren in Deutschland zum ersten Mal die Möglichkeit, an dem Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur zu partizipieren und die Zukunftsfähigkeit des Landes zu fördern“, kommentiert Jaap Gillis, CEO der Bouwfonds IM. Der „Bouwfonds Communication Infrastructure Fund II“ soll zwischen 500 und 600 Millionen Euro in „passive Telekommunikationsinfrastruktur“ wie Glasfasernetze investieren. Der Fremdfinanzierungs-anteil rangiert bei rund 50 Prozent. In einem ersten Closing wurden bis Ende April bei namhaften Versicherungen und Versorgungswerken rund 100 Millionen Euro eingesammelt – insgesamt soll das Eigenkapital bis zu 300 Millionen Euro betragen. Der Fonds ist als Luxemburger Kommanditgesellschaft SCS konzipiert. Als Fund-Service-Provider fungiert die Warburg Invest Luxembourg, Depotbank ist die M.M. Warburg & CO Luxembourg. Institutionelle Investoren können sich ab einer Mindestsumme von 10 Millionen Euro am neuen Fonds beteiligen, als Ausschüttungsrendite sind 5,5 bis 6,5 Prozent pro Jahr avisiert.

„Der Fokus des Fonds liegt auf regionalen und lokalen Zugangsnetzen in Deutschland in unterversorgten Gebieten mit ausreichender Größe und Bevölkerungsdichte“, erläutert Bas van Dongen, Managing Director Communication Infrastructure Deutschland von Bouwfonds IM.
Investitionen sollen dabei hauptsächlich in kabelgebundene Netzwerke erfolgen. Daneben wird ein kleinerer Anteil des Fondsvolumens in Sendemasten und Datenzentren fließen. „Mehr als 80 Prozent des Fondsvolumens soll in deutsche Infrastruktur – vor allem in den unterversorgten Gebieten – investiert werden. Der Fonds fokussiert sich auf die Vermietung und Verpachtung der Kabel, Sendemasten und Datenzentren – also auf die sogenannte ,passive‘ Ebene der Kommunikationsinfrastruktur“, erklärt Dr. Peter Selgert, Direktor Asset Management Kommunikationsinfrastruktur bei Bouwfonds IM weiter. Bouwfonds IM erwartet erste Investitionen kurzfristig zu tätigen.

Der Real-Asset-Investmentmanager Bouwfonds IM hat bereits im Jahr 2008 einen ersten Kommunikations-Infrastrukturfonds in den Niederlanden aufgelegt und verfügt mittlerweile auch in Deutschland über ein erfahrenes Infrastruktur-Team. Derzeit belaufen sich die Assets under Management im Bereich Telekommunikations-Infrastruktur auf rund 800 Millionen Euro.

Bouwfonds IM sieht eine stark ansteigende Nachfrage nach Datenübertragungskapazitäten aufgrund der kontinuierlich zunehmenden Nutzung von Internet und Mobilfunk. „Die Befriedigung dieser Nachfrage wird für die Volkswirtschaften immer wichtiger. Sie erfordert jedoch eine substantielle Verbesserung der Telekom- und Kabelnetzwerke“, erläutert Martin Eberhardt FRICS, Geschäftsführer von Bouwfonds IM Deutschland. Da die notwendigen Investitionen nicht alleine von den Telekommunikationsunternehmen geleistet werden können, ergeben sich für institutionelle Investoren neue attraktive Anlagemöglichkeiten.